Big Points im Spreewald

Für die Männer der HSG Teltow/Ruhlsdorf begann am letzten Wochenende endlich die Saison, nachdem zwei Spiele wegen des Rückzugs zweier Teams abgesagt werden mussten.
Ausgerechnet der langjährige und hartnäckige Kontrahent, der HC Spreewald, war der erste Gradmesser. Immerhin konnten die Gäste in Bestbesetzung antreten und hatten mit Alexander Schmidt eine hochkarätige Neuverstärkung auf der rechten Außenbahn dabei. Seine Motivation belegte er mit zwei schnellen Zeitstrafen innerhalb der 10 Spielminuten, so dass er das Flair im „Blauen Wunder“ bis weit in die 2. Halbzeit erstmal von der Bank genießen durfte.
Während der Gastgeber bereits im Derby gegen die TSG Lübbenau Selbstvertrauen tankte, resultierte das gute Gefühl bei den Spielern der Teltower aus dem Sieg von Team „alt“ gegen Team „jung“ beim Fußball bzw. aus dem Sieg von Team „jung“ gegen Team „alt“ bei einem Spiel, in dem es um irgendwas mit laufen ging.
Nach freundschaftlicher Begrüßung und einem anerkennenden Applaus für den HC-Spieler Chris Guhrenz bzw. für seine Vaterschaft, startete das Spitzenspiel.
Vorab: Die Schiedsrichter machten einen tollen Job. Freundliche und respektvolle Kommunikation, immer darauf bedacht, kurz mit den Spielern Kontakt aufzunehmen und Entscheidungen zu erläutern. Sie agierten natürlich auch nicht fehlerfrei, aber wer kann das schon von sich behaupten?! Allein der HC Spreewald ließ 4 von 8 Strafwürfen ungenutzt, die hingegen HSG traf immerhin 5 von ihren 7 Strafwürfen.
Die Gäste aus Teltow kamen besser in das Spiel und standen vor allem in der Abwehr bombensicher. Bis auf eine kurze Schwächephase war Matthias Petsch über die gesamte Spielzeit ein toller Rückhalt.
Die HSG legte bis zur 20. Minute ständig vor und führte zwischenzeitlich gar mit drei Toren (5:8 in der 15. Spielminute). Leider schlichen sich sowohl im Angriff als auch in der Abwehr Unkonzentriertheiten und Disziplinlosigkeiten ein. Entweder ging man nicht mehr konsequent zum Tor oder löste die Abwehr unnötigerweise zu offensiv auf. Das bestrafte eine konter- und kampfstarke Mannschaft wie der HC Spreewald sofort, so dass es nach 20 Minuten völlig richtig 10:10 stand.
Bis zur Pause wogte das Spiel hin und her. Die HSG konnte zwar immer mal in Führung gehen, aber nach Wiederanpfiff übernahm der Gastgeber zunächst das Zepter. In der 46. Minute schien der HC Spreewald auf die Siegerstraße einzubiegen (23:19, 24:20), muss sich dann aber vorwerfen lassen, den guten Vorsprung zu schnell verspielt zu haben. In der 51. Minute stand es bereits 25:25.
In dieser Phase machte vor allem Matthias Petsch das Tor dicht, nachdem er sich zuvor vom guten Jens Kranick das ein oder andere Mal düpieren ließ. Aber offenbar hatte er darauf keine Lust mehr und hielt fast alles, was auf seinen Kasten kam.
Konsequente Abwehrarbeit und gute Torhüterparaden wurden mit einer 3-Tore-Führung (26:29) in der 59. Spielminute belohnt. Der Rest ist Kosmetik.
Es fällt schwer, Spieler hervorzuheben. Auf Seiten des HC Spreewald macht der junge Paul Meisner ein tolles Spiel und erfrischte mit beherzten Aktionen. Auf Seiten der HSG sind wohl neben Matthias Petsch im Tor, vor allem Nils Knyrim in der Abwehr und Baptiste Combaluzier, Nico Buschke und Sascha Klimczak im Angriff zu erwähnen.
Das Spiel machte deutlich, dass die HSG weiter auf einem guten Weg ist. Die jungen Spieler übernehmen wichtige Aufgaben in Angriff und Abwehr.
Die Big Points müssen nun am kommenden Wochenende gegen den SC Trebbin unterstrichen und bestätigt werden.

 

Titelbild: Robert William Naase www.naase.me

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