Handballspielen in der MBS Arena Potsdam – Aufregung, Adrenalin, jede Menge Vorfreude und Nerven, wie Drahtseile werden gebraucht!

Am 5. & 6.1.2019 durfte die 1. Frauenmannschaft von der HSG, das erste Mal in der Vereinsgeschichte, um den HVB – Pokal in der MBS Arena in Potsdam spielen.
Samstag wurde das erste Spiel gegen den HV Grün – Weiss Werder, einem Ostsee-Spree-Ligisten, bestritten. Die Vergangenheit zeigte, dass dieser Gegner für unsere Frauen nicht unschlagbar war und besonders unser Abwehrwehrverhalten fürchtete. Das Ergebnis dieses Spiels legte fest, ob am Sonntag um Platz 3 oder im Finale gespielt werden durfte.

Die Gefühle in der Mannschaft waren gemischt von purer Aufregung bis grenzenloser Vorfreude und der Lust am Spielen vor großem Publikum. Gestärkt durch einen wieder aufgefüllten Kader und dem Wissen über gelernte Fähigkeiten sowie guter Kondition waren die Träume der Spielerinnen groß.
Die Frauen wussten, sie haben einen starken Gegner vor sich. Dennoch war es das Ziel der Mannschaft dieses Finale zu erreichen und voller Motivation alles zu geben, um das Handballspielen in der MBS Arena zu etwas Besonderem zu machen.

Um 15:30 Uhr wurde dann zum Match in einer sehr gut gefüllten Halle angepfiffen. Die Unterstützung der HSG Fans ermutigte unsere 1. Frauenmannschaft mit erhobenem Hauptes das Spiel zu bestreiten. In den ersten Minuten spürte man jedoch, dass unsere Frauen sich zunächst an die Kulisse gewöhnen mussten. Einige technische Fehler sowie verfehlte Torwürfe waren der Aufregung und des starkem Einflusses des Harzes am Spielball geschuldet.
Hingegen wurde in der Abwehr hervorragend gearbeitet. Unsere Mannschaft zeigte, warum die Gegner das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Ein erfolgreiches Durchkommen der Werderaner Frauen zum Tor wurde häufig erschwert.
Allerdings konnte unser Angriffsverhalten nicht konsequent zum Torerfolg führen. Auf diese Weise stand es in der 11. Minute 4:1 gegen die Frauen von Teltow. Die Werderaner wurden an grenzenlosen Torerfolgen gehindert, allerdings zeigte sich die Furcht unserer Mannschaft im zurückhaltenden Abschlussverhalten. Die Frauen von Werder traten mit starkem Kampfgeist auf, taten sich gegen unsere Mannschaft zunächst allerdings nicht leicht und versuchten immer wieder mit raffinierten Spielzügen, Lücken in die Abwehr der Teltower zu reißen. Das Spiel verlief schnell und aggressiv, wodurch sich eine Spielerin unserer Mannschaft die Nase brach und nun für einige Wochen ausfällt. Diese Situation spornte an, nicht nachzulassen und als Mannschaft zu kämpfen. Belohnend ging es dann mit einem Spielstand von 12:7 in die Halbzeitpause. Allerdings zeigte sich, dass man den Gegnern nah auf den Fersen war und nicht nachlassen würde.

Mit 5 Toren im Rückstand wurde die 2. Hälfte des Spiels angepfiffen. Den Frauen war klar, sie mussten sich steigern, um noch ins Finale des HVB-Pokals zu gelangen. Es wurde wie in der 1. Hälfte stark in der Deckung gearbeitet, jedoch erschwerte Ehrfurcht vor den Spielbedingungen die erfolgreichen Torabschlüsse und es fehlte der gnadenlose Wille Torchancen zu verwandeln. Das aggressive Abwehrverhalten auf beiden Seiten blieb nicht unbestraft und führten zu einigen 2 Minuten Strafen auf beiden Seiten. Dies verhinderte vor allem das konzentrierte Zusammenspielen und brachte Unruhe in das Spielgeschehen der HSG – Frauen. Das zusätzliche Kompensieren zweier roter Karten erschwerte es unseren Frauen, den Abstand zu den Werderaner Frauen nicht zu groß werden zu lassen.
Gekämpft hat unsere Mannschaft allerdings bis zum Ende des Spiels, welches mit einem Endstand von 26:16 für Werder ausging. Dennoch sammelten die Teltower Frauen in diesem Spiel viele neue Erfahrungen.

Durch das verlorene erste Pokalspiel stand fest, am Sonntag das Spiel um Platz 3 gegen den VfB Doberlug-Kirchhain, die ebenfalls ihr Spiel am Vortag verloren hatten, zu bestreiten. Diese Mannschaft war unseren Frauen aus der eigenen Liga gut bekannt. Die vergangenen Spielbegegnungen konnte die Mannschaft der HSG jedes Mal für sich entscheiden. Aus diesem Grund war die Jagd auf den 3. Platz eröffnet und unsere Frauen motiviert die vergangenen Erfolge zu wiederholen.

Das Spiel startete mit Unkonzentriertheit und zu schnellem Abschluss auf das Tor. Die Abwehrleistung ließ stark zu wünschen übrig und es sah nicht danach aus, als hätten die Frauen ein Ziel in dieser Partie. So nahm Trainer Sven Haag in der 8. Minute, bei einem 4:0 für die Gegner, eine Auszeit. Er verwies auf die von ihm gestellten Anforderungen an die Mannschaft und rief zu mehr Konzentration auf. Das Wachrütteln des Trainers zeigte langsam Wirkung und mit hervorragend ausgespielten Chancen konnte unsere Mannschaft zum Torerfolg kommen. Auch die Abwehrleistung fand zurück zu alten Mustern und das konsequente Stören der Gegner, ermöglichte ein Aufholen unserer Mannschaft und in der 22. Minute den verdienten Ausgleich. Zur Pause führten unsere Frauen mit einem 10:12 und fanden zu neuem Kampfgeist zurück. Das Ziel war jedem wieder klar vor Augen und so wollte sich die Mannschaft auch dem Publikum präsentieren – als Sieger dieser Partie.

In der 2. Hälfte schafften es die Frauen der HSG ihren Vorsprung, mit schnellem Spiel und wenigen Chancen für den Gegner konsequent, weiter auszubauen. Die Frauen aus Doberlug – Kirchhain gaben ebenfalls nicht auf, hofften weiterhin auf einen Sieg, wodurch das Spiel rauer und aggressiver wurde. So kam es zu einigen gröberen Verteidigungen und Unterbrechungen des Spielverlaufs durch Verletzungen. Am Ende entschieden unsere 1. Frauen das Spiel für sich und sicherten sich mit einem 22:31 den verdienten 3.Platz im HVB – Pokal.

Die nächste Möglichkeit die 1. Frauen der HSG Teltow – Ruhlsdorf zu unterstützen besteht am 20.01.2019 um 14 Uhr mit dem nächsten Heimspieltag in der Zille Halle.

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