1.Männer – Siege gegen Spreewald und Trebbin

Souveräner Sieg im Spitzenspiel
Am vergangenen Wochenende kam es in der Zille-Halle in Stahnsdorf zum Spitzenspiel zwischen den beiden mittlerweile langjährigen Rivalen aus Teltow und Lübben. Sowohl die Spieler von der HSG Teltow-Ruhlsdorf als auch die Akteure des HC Spreewald fiebern den Spielen entgegen. Der persönliche, aber auch der sportliche gegenseitige Respekt sind über die Jahre gewachsen und so entwickelte sich auch in der letzten Ausgabe des Aufeinandertreffens in dieser Saison ein intensives, aber immer faires Spiel.
Der Gastgeber aus Teltow startete deutlich besser als die Spreewälder in das Spitzenspiel. Mit toller Ausstrahlung in der Defensive und einem gut aufgelegten Matthias Petsch stand es nach gut 7 Minuten 4:0, ehe sich die Gäste Stück für Stück in das Spiel kämpften und sich über die Tore von Pascal Freund, Nils Werner und Paul Meissner bis zum 7:6 (18. Spielminute) heranrobbten. Dass die Teltower allerdings nicht höher in Führung lagen, resultierte vor allem an der bis dahin mangelhaften und inkonsequenten Chancenverwertung.
Spiele und vor allem Meisterschaften werden aber in der Abwehr gewonnen und genau da ist ein weiterer Entwicklungsschritt gegenüber dem Vorjahr zu erkennen. Die HSG stellt die bislang sicherste Defensive der Liga. Brian Merkel und Nils Knyrim und später Alexander Urban arbeiteten im Innenblock gegen die wurfstarken Rückraumspieler aggressiv und mit guter Körpersprache. Die Spreewälder konnten bis zum Ende der ersten Halbzeit ab der 20. Spielminute nur noch drei weitere Treffer erzielen, während der Gastgeber vor allem über die rechte Außenbahn mit dem für den glücklosen (aber auch zuvor lange angeschlagenen) Alexander Schmidt eingewechselten Baptiste „Baba“ Combaluzier zum Erfolg kamen. Zum Halbzeitstand von 14:10 wurden die Seiten gewechselt.
In der zweiten Halbzeit stellten die Gäste ihre Abwehr auf eine offensive 5:1 Variante um, die den Teltowern mit ihren schnellen und dynamischen Spielern eigentlich zugutekommen müsste. Allerdings stellten sich immer mehr Nachlässigkeiten ein, die von dem sehr guten Umschaltspiel der Spreewälder sofort bestraft wurden. Es gelang zwar dem Gastgeber, sich auf einen vorerst komfortablen 5-Tore-Vorspung abzusetzen (21:16, 42. Spielminute), was aber auch die Laufbereitschaft im Angriff reduzierte und das Spiel ein wenig dahinplätschern ließ.
Die Spreewälder witterten beim 24:22 Anschlusstreffer in der 49. Spielminute und beim 28:26 in der 55. Spielminute noch einmal ihre Chance, aber Baba mit einem wirklich starken Spiel (7 Tore), Nico Buschke, Sascha Klimczak und Enrico Bolduan (10 Tore) setzten die notwendigen Akzente, das Spiel nicht mehr aus der Hand zu geben, das mit einem 34:28 Sieg sogar ein wenig zu deutlich ausging.
Kompliment an die Schiedsrichter, die das Spiel jederzeit im Griff hatten. Das nächste Spiel ist das schwerste und so tritt die HSG beim SC Trebbin an und möchte sich den ersten Platz bis zum Saisonende nicht mehr nehmen lassen.
(Titelbild aus der vergangenen Saison)

Pflichtsieg in Trebbin (23:36)
Nach dem Sieg gegen den HC Spreewald in der Vorwoche, wollten die Männer der HSG Teltow-Ruhlsdorf sich beim SC Trebbin nicht die Blöße geben und mit einer möglichen Niederlage den ersten Platz in der Tabelle in Gefahr bringen.
Ohne die angeschlagenen Alexander Urban und Matthias Juknat mussten Brian Merkel und Nils Knyrim über die gesamte Spielzeit den Innenblock zusammenhalten. Der Gastgeber aus Trebbin tat sich mit dem Tore werfen auch sehr schwer, lediglich Torsten Wagner gelang es immer wieder mit schnellen Würfen, die Abwehr und Rainer Bache im Tor zu überwinden.
Ansonsten resultierten aus den Fehlern und Fehlwürfen der Trebbiner immer wieder Gegenstöße, die dann aber nicht konsequent verwandelt wurden. Nach gut 15 Minuten stand es 4:10 aus Sicht der Gastgeber, allerdings hätte die Führung der Teltower bereits zu diesem Zeitpunkt deutlich höher ausfallen müssen. Bis zur Halbzeit setzen sich die Gäste dann aber sicher auf einen 8-Tore-Vorsprung ab (8:16).
Die HSG hatte sich in der Halbzeitpause vorgenommen, die Chancen konsequenter zu nutzen, was dann aber zunächst nicht gelang. Statt den Vorsprung auszubauen entwickelte sich ein offenes Spiel, was auch daran lag, dass sich Trebbin trotz des deutlichen Rückstandes nicht aufgab und Gegenstöße und Treffer über die Außenpositon setzte. In der 45. Minute war die zweite Halbzeit ausgeglichen (15:25).
Letztlich setzte sich im Anschluss aber die größere individuelle Qualität des Tabellenführers durch. Über die Stationen 17:29 (49. Spielminute) und 21:34 (55. Spielminute) stand ein nie gefährdeter und auch in der Höhe völlig verdienter Auswärtserfolg zu Buche, bei dem aber auch der SC Trebbin zeigte, warum er in Bad Freienwalde gewinnen oder gegen Mannschaften wie den HC Spreewald und die TSG Lübbenau lange mithalten konnte.