Saisonrückblick 2018/2019 – 1. Männer

Nach einer ereignisreichen Brandenburgliga-Saison, die – für viele überraschend – auf dem zweiten Platz abgeschlossen werden konnte, gilt es weiter, die Weichen für die Zukunft und attraktiven Handball in Teltow/Ruhlsdorf zu stellen und die Entwicklung des Teams in der vergangenen Saison zu betrachten.

Die Liga

Weiterhin gilt, in der Brandenburg-Liga hat sich ein breites Mittelfeld von Mannschaften etabliert, welche in der Lage sind, spielerisch und handballerisch, jedem Gegner etwas entgegenzusetzen. Lediglich der Meister vom SV Brandenburg musste zwei Niederlagen und ein Unentschieden hinnehmen ( Ahrensdorf/Schenkenhorst, HC Spreewald). Die HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf und der Vorjahresmeister aus dem Spreewald, mussten 10 bzw. 11 Verlustpunkte hinnehmen, bei zwei (Teltow) und drei (HC)  Unentschieden und jeweils vier Niederlagen. Bereits die 4. Bis 6.-Platzierten mussten 20 Minuspunkte hinnehmen. (Lübbenau, Ahrensdorf, Rangsdorf). Die dahinter platzierten Mannschaften weisen bereits ein negatives Punkteverhältnis auf. Der Sprung zur Ostsee-Spree-Liga wird offensichtlich, wenn man sich die Ergebnisse des letztjährigen Absteigers aus Brandenburg anschaut. Mit 708 geworfenen Toren und einer Tordifferenz von 149 Toren, wurden die anderen Mannschaften in ihre Schranken gewiesen. Mit körperlicher Fitness ausgestattet und einem breiten Kader, konnte der Wideraufstieg für Brandenburg frühzeitig klargemacht werden. Die Erfolge der Teltow/Ruhlsdorfer im Pokal gegen Ostsee-Spree-Ligisten – nicht nur in dieser Saison – sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Pokal nicht nur die „eigenen Regeln“ gelten,  sondern eben auch eine auf 2x20min verkürzte Spielzeit, in der der körperliche und konditionelle Unterschiede nicht so stark ins Gewicht fallen.

Trainer und Verantwortliche

Trainer Gregor Höfert hat gezeigt, dass er nicht nur Handball-Kompetenz gelebt, sondern auch vermitteln kann. Mit seinen Trainingseinheiten, versteht er es methodisch, Grundlagen weiterzuentwickeln, die körperliche Fitness zu steigern und spezifische Defizite zu beseitigen. Lag die Qualität der Teltower in den letzten Jahren vorrangig im offensiven Bereich, kann man in dieser Saison, auch von einer phasenweisen bärenstarken Abwehr sprechen, die – ohne dabei unfair zu agieren – die meisten Mannschaften vor Probleme stellt. Ein Pluspunkt sind die Spieler, die ihn und die Mannschaft, aufgrund ihrer Erfahrung, in den Spielen und in den Trainings unterstützen. Insbesondere Matthias Juknat und der langzeitverletzte Enrico Bolduan sind hervorzuheben.

Die Mannschaft

Nico Buschke, Moritz Dettmer, Lukas Henning, Maxim Koch, Nils Knyrim und Brian Merkel bilden das Gerüst des zukünftigen Teltower-Teams und sind HSG-Eigengewächse. Unter Führung der älteren Spieler wurden sie in der vergangenen Saison vollständig in den Spielbetrieb integriert. Von ihnen wird nun erwartet, eine gewisse Konstanz in ihr Spiel zu bekommen. Jeder Trainer wünscht sich Spieler, deren Leistung er vorab kalkulieren kann. Das wichtigste Kriterium für ihre Entwicklung wird also sein, auf welchem Niveau sich ihre Leistung etabliert und wie sie ihr vorhandenes Potenzial weiter ausbauen. Moritz (62 Tore), Nico (57 Tore) und Nils (54 Tore) stehen für einen beispielhaften Aufschwung der Jugendarbeit, deren Ende aktuell noch nicht abzusehen ist. In der Abwehr konnten alle bereits genannten einen Sprung nach vorn machen.  Im offensiven Bereich gilt es, eine ausgewogenere Mischung aus mannschaftsdienlichen und individuellen Aktionen zu finden.

Über die Routiniers braucht man nicht viele Worte zu verlieren, ob Rainer Bache, Kevin Moritz, Matthias Petsch, Sascha Klimczak, Matthias Juknat oder Alexander Urban, sie bleiben einen Garant dafür, dass sich keine Mannschaft wirklich über ein Spiel gegen die HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf freuen dürfte. Trotz der zunehmenden Zipperlein, stellen sie die Grundlage der Erfolge der letzten Jahre dar. Natürlich profitieren sie von ihrer Erfahrung, weiterhin stellen sie die anderen Mannschaften durch Spielintelligenz vor Probleme, ohne unfair oder mit übertriebener Härte zu agieren.

Die Zuschauer

Die erste Männermannschaft kann sich über gesteigerte Zuschauerzahlen in der Saison 2018/2019 freuen. Es zeichnete sich bereits in der Vorsaison, die Zuschauer, die das Heimteam unterstützen haben weiter zugenommen. Ein besonderer Dank geht auch an die gegnerischen Fans, die sich nach, teilweise langen Auswärtsfahrten, in der Zille einfinden und mit ihrem Auftreten die Heimspieltage bereichern. Trotz aller Rivalität und bekanntermaßen unterschiedlicher Perspektiven, kann man auch hier von einem respektvollen Umgang sprechen. Hervorzuheben sind hier die Gäste aus Bad Freienwalde, vom HC Spreewald und Ahrensdorf/Schenkenhorst. Auf der einen Seite sorgte die Bündelung der Heimspieltage für einen stärkeren Zulauf, auf der anderen Seite stieg natürlich auch das zusätzliche Zuschauerinteresse, an den jungen Spielern aus den eigenen Reihen, für volle Zuschauerbänke.

An diesem Punkt möchten wir uns natürlich auch bei den Personen bedanken, welche die Spieltage unterstützen. Gab es bei der organisatorischen Unterstützung in den letzten Jahren oftmals Schwierigkeiten, kann man in der letzten Saison, von einem nahezu reibungslosen Spielbetrieb, sprechen. Der Dank gilt daher dem Kampfgericht, den Wischern, den Leuten an der Kasse und im Bistro und den Ordnern und allen anderen Ehrenamtlichen, die uns mit ihrem Engagement unterstützt haben.