Tolles Spitzenspiel mit verdientem Sieger

Am 15. Spieltag trafen in Stahnsdorf die Zweitplatzierte HSG Teltow/Ruhlsdorf und der drittplatzierte Verfolger vom HC Spreewald aufeinander.
Die Gastgeber aus Teltow mussten weiterhin auf den langzeitverletzten Enrico Bolduan verzichten, kurzfristig gesellte sich Moritz Dettmer zu ihm ins Lazarett.
Die HSG erwischte den besseren Start, agierte konzentriert und flexibel in der Abwehr und konnte in der Anfangsphase immer ein Tor vorlegen. Allerdings zeigt sich anschließend, warum der HC Spreewald von vielen vor der Saison als Anwärter auf den Titel gesehen wurden. Die beste Abwehr der Brandenburgliga machte es dem fast schon traditionell (beinahe) bestem Angriff der Liga nun ungleich schwerer, zum Torerfolg zu kommen. So konnten die Gäste ab der 15. Minute ständig in Führung gehen, in der 22. Minute waren es gar drei Tore (9:12).
Dass der HC Spreewald allerdings im Angriff so seine Probleme hat, zeigt nicht nur ein Blick auf die bisher geworfenen Tore, sondern auch der Spielverlauf bis zur Halbzeit. Für die Tore 13 und 14 brauchten die Gäste acht Minuten. Gleichzeitig zog die HSG das Tempo wieder etwas an und konnte mit Halbzeitpfiff über einen direkten Anwurf ins leere Tor die 15:14 Halbzeitführung erzielen.  
Der Start in die zweite Hälfte gehörte dann wieder den Gästen, die sich innerhalb von sieben Minuten auf drei Tore absetzen konnten. In der zweiten Halbzeit zeigte sich, dass vor allem das Torhüterduell entscheidend und zu Gunsten des HC Spreewald ausgehen würde. Daniel Wegner im Gästetor zog den HSG-Angreifern deutlich den Zahn, währenddessen die Keeper aus Teltow kaum noch einen Ball zu fassen bekamen. Vor allem Nils Werner rettete den Spreewaldgurken mit spektakulären Treffern den schmalen Vorsprung. 
In der crunch time kamen die Gastgeber nie auf das heiß ersehnte Unterschieden heran, vielmehr setzte der HC Nadelstiche und blieb so immer mit einem oder zwei Toren in Front. Der Vorsprung von am Ende sechs Toren, war wohl allen Beteiligten an diesem Spiel etwas zu hoch. Letztlich war es auch auf Grund der Ausfälle von Bolduan und Dettmer ein verdienter Sieg der Gäste. 
Für die Zuschauer war es ein tolles und faires Spitzenspiel, den Spielern merkte man trotz aller Rivalität den gegenseitigen Respekt und den Spaß am Spiel an.
Lobend zu erwähnen sind die beiden Schiedsrichter, die das Spiel gut, ruhig und kommunikativ leiteten.